2.5″ 44pin IDE zu 3.5″ 40pin PCI Adapter

Wieder nur ‘n kleines Projekt:
Ich wollte eine kleine Flash HDD in ein PC-Gehäuse bauen. Leider sind die Dinger nicht wirklich dafür gedacht, also habe ich einen kleinen Adapter gebaut, damit das Einbauen einfacher ist. Stromversorgung für die Flash HDD kommt dabei vom PCI-Slot oder wahlweise einer externen Quelle.

Wer das nachbauen möchte oder einfach nur ins Kicad-Projekt schauen möchte, hier kommt der Download:

Download

It’s flipping cute

Ich habe just for fun ein kleines Spiel für meinen Mini PC programmiert 🙂

Es spielt sich nach der “Lights Out“-Mechanik. Das Spiel beansprucht 1MB RAM und braucht eine VESA2-fähige Grafikkarte. Beim Start wird versucht eine Soundkarte zu erkennen, für 16bit-Sound und MIDI-Musik. Programmiert wurde das Spiel in C++, kompiliert mit djgpp.

Darüber hinaus habe ich probiert unter 1.44MB zu bleiben, damit das Spiel auf eine Diskette passt 🙂

Download: Hier

PS: Das Spiel läuft nur unter MSDOS5+, Win95 und Win98. Möglicherweise auch auf Windows XP, habe ich aber nicht getestet.

ADVANTECH PCM-3375 Mini PC

Letztens habe ich bei Youtube einen ziemlich schicken Mini-Computer gesehen und wollte auch einen basteln. Gesagt, getan 🙂

Erstmal das Video:

Und hier ist meine Version:

Die gelbe Kurvenfrucht dient der Größeneinschätzung

Bei eBay UK hab ich ein recht günstiges Mainboard bekommen, danach habe ich nur noch die Blenden ausgemessen, gestaltet und anfertigen lassen. Der dicke Powerschalter und die allgemeine Ästhetik sollen ein bisschen an einen Retro-PC erinnern.

Specs:
CPU: Embedded low-power onboard VIA Mark 533 MHz
RAM: 133 Mhz SDRAM 144-pin SODIMM 256MB
HDD: 2GB CF-Card
I/O: 2 x USB 1.1; 1x Gameport; 1x Line Out; 1x HDMI out; 2x PS/2; 1x VGA
GPU: VIA Mark CoreFusion VRAM 32 MB
Sound: *zwinker* *zwinker* Avance Logic ALS100 Plus+ PnP OPL3 sound card for PC/104
Power: 5V@4A

Der Sticker oben drauf kommt von hier: Geekenspiel (@geekenspiel) • Instagram-Fotos und -Videos – der macht ziemlich coole Reprosticker für alte Systeme (Sticker ist mehr oder wenig freiwillig platziert, an der Stelle war der Lack vom Gehäuse kaputt 🙁 )

Avance Logic ALS100 Plus+ PnP OPL3 Soundkarte für PC/104

Ich baue gerade einen kleinen PC/104*-Rechner für DOS-Spiele und musste feststellen, dass es kaum Soundkarten dafür gibt. Also habe ich selbst eine gebaut.

*= PC/104 – Wikipedia, eine Formspezifikation

Um möglichst viele Spiele mit der Karte abdecken zu können habe ich eine Weile nach einem möglichst vielseitigen IC gesucht. Am Ende bin ich beim Avance Logic ALS100 Plus+ gelandet. Der IC ist ordentlich dokumentiert, was den Designprozess erheblich vereinfacht hat.

Kleiner Abriss über die Features:

Kompatibilität
• Adlib
• Alle Sound Blaster Pro Anwendungen
• Alle Sound Blaster 16 Anwendungen
• MPU-401 UART MIDI
• PC Speaker
• Sound Blaster ADPCM
• Yamaha OPL3 FM Synthesizer

Das deckt alle Spiele ab, an denen ich erstmal interessiert bin. Der PC-Speaker wird vom IC in den Soundausgang geschleift, das ist praktisch!

Hardwarespezifikationen
• Software-konfigurierbarer DMA (0, 1, 3)
• Software-konfigurierbarer Interrupt (5, 7, 9, 10, 11)
• PC/104 ISA Plug and Play bus interface
• DMA interface mitFIFO
• Enhanced Game port
• 8-bit oder 16-bit Stereo Digital Audio von 4 kHz bis 48 kHz
• 3D Sound Effect Prozessor
• FM/wavetable synthesese via OPL3
• Wavetable connector
• Stereo Line-Out

Design und Entwicklung

Wenn du nur für die Designfiles hier bist und keine Lust auf meine Fehler beim Design hast, dann scrolle einfach ganz bis zum Ende des Artikels 🙂

Für die Maße hab ich mir einfach die Spezifikation des PC/104-Konsortiums geladen: PC/104 – PC/104 ConsortiumPC/104 Consortium (pc104.org)

Dann habe ich die Anwendungsempfehlungen von ALS für den IC genommen und um Rauschunterdrückung ergänzt.

Erster Fehler:

Dumm gelaufen, der ICist größer als ein normalerPQFP-100 (10% größer, wenn mans genau nimmt). Mist. Ich habe versucht die Beinchen zu kürzen, aber das ist in die Hose gegangen. Hab mir dann Zähneknirschend neue Platinen machen lassen.

Zweiter Fehler:

Wer jetzt dachte dass ich vom ersten Fehler gelernt hätte – falsch gedacht. Der OPL-3 ist ebenfalls breiter als ein normaler SOIC-24! Dieses mal konnte ich die Beinchen einfach kürzen und weitermachen, puh (auf dem Bild habe ich den Chip zur Veranschaulichung nach unten geschoben).

Dritter Fehler:

8bit- und 16bit-Audio und PC-Speaker gingen auf Anhieb, aber die FM-Synthese war Müll. Rhythmisch müllig. Ein Blick auf den Schaltplan genügte, um den zugegeben recht blöden Fehler zu finden:

Die Adressleitungen waren vertauscht! Schnell an der Platine Leitungen durchtrennt und Leitungen getauscht, schon ging die Synthese. Notiz für die nächste Platinenrevision gemacht.

Vierter (vorhergesehener) Fehler:

Beim Test des Wavetable-Boards konnte man ein leichets Brummen hören. Das lag daran, dass die Soundkarte getrennte digital/analog Masseflächen hat, die an einem Punkt zusammengeführt werden. Allerdings macht das Wavetable-Tochterboard das auch, also gab es eine kleine Erdschleife. Das hatte ich schon abgesehen und einfach meine Brücke entfernt (zu sehen im nächsten Bild).

Wo wir gerade beim Wavetable sind, das hier sind seine maximalen Maße:

Hier noch ein Bild vom Versuchsaufbau. Zu sehen: Ein PL3-Clone mit gefixten Adressleitungen und ein DreamBlaster X2:

Downloads

Done!

Gerber: Download
Schaltplan: Download
iBOM: Download
Treiber: Download
kicad symbol und Footprint vom PC/104-Board: Download
BOM* mit Links zu mouser.com: Download

*= Nicht auf der BOM:
• PC104-Connector, gibt es auf mouser.com
• OPL3, aktuell noch NOS von verschiedenen Anbietern zu haben
• ALS100 Plus+, leider seit ein paar Dekaden nicht mehr in Produktion, muss man wohl oder übel von einer anderen Soundkarte holen

The Ultimate Continuity Tester // UNITEST TESTFIX Upgrade

Ich habe zufällig einen interessanten Youtuber entdeckt, der sich einen ziemlich coolen Durchgangsprüfer gebastelt hat.

Eigentlich nehme ich für alles mein Multimeter, aber ein dediziertes Gerät nur zum Testen von Durchgängen wäre echt praktisch.

Aber von Vorn, hier ist das Video von Leo’s Bag of Tricks:

Ziemlich lässiger Kerl mit Ahnung von der Materie, kann man sich definitv mal angucken 🙂

Nach dem Video hab ich erstmal in meiner Grabbelkiste gesucht und einen ollen Durchgangsprüfer gefunden, den UNITEST TESTFIX.

Hier ist der Klotz:

In der hinteren Klappe ist ein Batteriefach und eine Ersatzglühbirne.

Praktischerweise kann man auch die Vorderseite einfach aufklappen:

Erstmal raus mit dem Mist 🙂

Der verbaute Summer ist festgeklebt, den habe ich herausbohren müssen. Allerdings glaube ich dass man den auch herauswackeln könnte.

Mal grob Maße für die Ersatzplatine genommen..

~Zeitsprung~

Ich habe Leo’s Schaltplan genommen und auf eine kleine Platine gebannt:

Dem aktiven Piepser habe ich keinen festen Bauplatz gegeben, sondern eher flexibel gelassen. Ich hatte mehrere herumliegen und wollte mal alle ausprobieren.

Der alte Batteriehalter wurde gegen einen 2xAA-Halter gewechselt, die Birne flog raus.

Der TESTFIX hatte einen dicken Ein/Ausschalter, dessen Lücke habe ich mit einem Stück Plastik dicht gemacht.

Fertig!

Und hier noch eine kleine Demo.